Julius Maggi

Die Ernährungsgewohnheiten veränderten sich im Zeitalter der Industrialisierung stark: Nahrungsmittel mussten schneller zubereitet werden können. Dadurch, und durch neuere Erkenntnisse der Wissenschaft zu Gesundheit und Ernährung, interessierte sich auch die SGG gegen Ende des 19. Jahrhunderts vermehrt für Ernährungsfragen. Neben der praktischen Wissensvermittlung in Kochkursen wagte die SGG 1883 den Versuch, neue Nahrungsmittel herzustellen, die den veränderten Anforderungen entsprachen. Der Winterthurer Unternehmer Julius Maggi, der in Kemptthal eine Hammermühle betrieb, anerbot sich der SGG als Partner und begann 1880 mit der Herstellung von Leguminosenmehlen, die er mit der Unterstützung der SGG vermarktete. Der Erfolg liess mit den anfänglich hergestellten Suppen, Knöpfli und Puddings allerdings noch auf sich warten. Der eigentliche Durchbruch gelang der Firma Maggi erst mit der Lancierung der Suppenwürze (1886) und dem Bouillonwürfel (1908).
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