«Freiwillig verpflichtet» – Geschichtsschreibung

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2010 wurde die SGG 200 Jahre alt: Grund genug, die lange Tradition gemeinnützigen Denkens und Handelns wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. Rechtzeitig zum Geburtstag erschien Mitte Mai eine fundierte Publikation in deutscher und französischer Parallelausgabe mit dem Titel «Freiwillig verpflichtet».

Als sich am 15. Mai 1810 rund 70 Pfarrherren, Regierungsräte und andere Angehörige der liberalen und gebildeten Schichten aus der ganzen Schweiz in Zürich versammelten, beschäftigte sie die Frage der Armut. Heute fragt sich die SGG, was sie zur beruflichen Integration von Jugendlichen oder zur Mobilisierung des freiwilligen Engagements beitragen kann. Dazwischen liegen ungezählte Debatten und Projekte zu sozialen Fragen.

«Freiwillig verpflichtet» rollt einige davon auf – zum Beispiel zur Bildungspolitik im 19. Jahrhundert, zur AHV, zur Berghilfe oder zu psychischer Krankheit.

«Freiwillig verpflichtet» ist keine Festschrift im herkömmlichen Sinn. Die SGG hatte das Jubiläumsprojekt in die Hände einer historischen Kommission gelegt und bewusst eine historische Erkundung «der Gemeinnützigkeit» initiiert. Daraus entstanden vertiefte Blicke in die enorme Spannweite gemeinnützigen Tuns zwischen gesellschaftlicher Erneuerung und Bewahrung  – durchwegs von spannender Aktualität.

Das mehrjährige Projekt wurde wissenschaftlich begleitet durch die eigens dafür eingesetzte Fachkommission Geschichtsschreibung Gemeinnützigkeit, deren Mitglieder waren:

  • Hansjörg Siegenthaler (Vorsitz)
  • Herbert Ammann, SGG
  • Stephan Holländer
  • Georg Kreis
  • Jakob Tanner
  • Heinrich Tuggener
  • Anita Ulrich
  • Heidi Witzig